Dear Friends,
Well, it was against all expectations
This year we had all the signs, that there will be very few people at our public Menorah Lighting.
Firstly, many families from the community are already on holidays outside of the country. It was also the first time we were doing this event not on a Sunday. And mainly, it was very cold and raining heavily. We never had such weather at any of the Menorah Lightings in the passed 8 years.
However, despite everything, or maybe it was because of all this, there was a very big crowd. More than 100! people gathered at the Bahnhofplatz in the heavy rain and participated.
I was very moved, when I stood up there on the lever with Mrs. Korintha Bärtsch, chairperson of the Greater City Council, as I sang the blessings for the Menorah Lighting. It was just such an amazing sight, to see the Platz full of men, women and children, who despite the weather, chose to leave their homes and celebrate Chanukah, the festival of lights, in public and to meet friends.
As per request of many friends, I am attaching the Chanukah words (in german), which I said at the Lighting Ceremony.
Thank you very much to all the volunteers and sponsors who helped organize this wonderful evening.
May G-d bless you all, and may we “take” the Chanukah light with us as for the whole year.
Shabbat Shalom and Chanuka Sameach!
Rabbi Chaim
Luzern Bahnhofplatz, December 22, 2011
Chanukka Sameach!
Wie in jedem Jahr, seit 2004, treffen wir uns auch in diesem Jahr hier auf dem Luzerner Bahnhofplatz, um zusammen Chanukka zu feiern.
Wir treffen uns hier, nicht nur zu Hause und in der Synagoge, weil wir zu Chanukka eine spezielle Botschaft zu vermitteln haben. Auf aramäisch heisst es „Pirsumey Nissa“. Das heisst, wir sollen das Wunder, welches G“tt uns vor 2000 Jahren geschenkt hatte, öffentlich bezeugen. Wir zünden die Kerzen auf der Fensterbank unseres Heimes, damit die Kerzen nicht nur unser Haus, sondern auch die Strasse beleuchten. Hier auf dem Banhofplatz, wie auch auf tausenden Plätzen, rund um die Welt, zünden wir die Kerzen der Menorah, um das Licht zu jeder Person auf der Strasse zu bringen.
Der Lubavitscher Rebbe hat uns jedes Jahr an eine Botschaft erinnert, welche ihre Gültigkeit bis heute erhalten hat. Er sagte: Das Chanukka Licht soll ein ganzes Jahr ausleuchten. Nein, ich meine nicht, dass wir bei unserem Fenster, jeden Tag, während 365 Tagen des Jahres, Chanukkalichter zünden sollen. Chanukka bleibt ein Feiertag während 8 Tagen. Aber, das Chanukkalicht soll nicht nur ein temporäres Licht sein, welches kommt und geht. Es ist ein Licht das uns ständig begleitet. Das Chanukkalicht, die Kerzen von dieser Chanukkia hier auf dem Platz und die vielen Leuchter bei Ihnen zu Hause, sollen unsere Häuser, Herzen und Seelen, während des ganzen Jahres beleuchten.
Nur wenn wir verstehen, dass wir heute nicht nur eine vergangene Geschichte zelebrieren, sondern eine Geschichte feiern, welche unser Tun und Handeln noch heute und auch in Zukunft beeinflusst, dann haben wir Chanukka verstanden. Man sagt ein Mensch ohne Vergangenheit hat auch keine Zukunft. Das ist richtig, speziell wenn wir über das jüdische Volk sprechen. Das jüdische Volk konnte nur deshalb bis heute überleben, weil Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft immer eine Einheit gebildet haben.
Wenn wir heute den Sieg der Makkabäer, über die Hellenisten feiern, feiern wir auch ein bisschen, den Sieg des kleinen Makkabi, über den kleinen Hellenisten in uns selbst. Derjenige welcher uns dabei stört, vorwärts zu gehen um sich miteinander, das heisst, mit der Tora und unserem Schöpfer, zu verbinden. Wenn wir heute das Wunder des kleinen Kruges mit Öl feiern, welches eigentlich für einen Tag bestimmt, aber während 8 Tagen brannte, heisst das auch, dass wir unser kleines Wunderkrüglein mit Öl in unseren Herzen, und den Herzen unserer Kinder tragen. Dieses kleine Krüglein in unserem Herzen kann viel mehr Licht und Freude erzeugen, als alle Worte die wir sprechen.
Wenn wir so Chanukka feiern, und meiner Meinung nach, nur so soll man Chanukka feiern, können wir das Licht während der kommenden 365 Tagen mit uns nehmen, und leuchten lassen. Liebe Freunde, glauben sie mir, es ist möglich. Yes we can!